schallack

Schellack

Gebrauchsanleitung

Vorbereitung

Anwendung

Versiegelung & Pflege

Vorarbeiten:

Das Möbel oder Werkstück sauber und fein schleifen (mind. 240er-Körnung).

Eine gute Vorarbeit ist das A+O!

Befeuchtender Oberfläche mit Wasser (Blumenzerstäuber) und anschließendes nochmaliges feines Schleifen verbessern die Glätte der Oberfläche. Die Oberfläche muss sich sehr glatt anfühlen. Dann wird diese vom Schleifstaub befreit. Die Oberfläche muss ebenfalls absolut frei von alten Lackresten sein!

Tipp: Bei Arbeiten mit schwarzen Schellack ist die Oberfläche zuerst mit schwarzer Beize zu behandeln!


Grundieren:

Den Sanding Sealer (Schellack Grundierung) gut aufschütteln und mit einem feinen Pinsel säuberlich

auftragen.Nachdem Trocknen (30-60min.) mit 240er Körnung feinschleifen. DerVorgang kann wiederholt

werden! Der Sanding-Sealer ersetzt das Arbeiten mit Bimsmehl!

Unser Tipp ist es allerdings, den Sanding Sealer vor dem Schliff über Nacht trocknen zu lassen!

Das Deckpolieren:

Schellack kann auch gestrichen werden, das Ergebnis wird aber niemals oder nicht annähernd so gut sein wie durch eine fachmännische Ballenpolitur! Falls Sie den Schellack streichen, empfehlen wir Ihnen einen feinen Ziegenhaarpinsel zu benutzen und den Schellack nur in mehreren, ganz dünnen,

Schichten aufzutragen! In jedem Fall ist der Schellack im Streich oder Spritzverfahren mit 99,9 % Spiritus oder Alkohol zu verdünnen! Zwischen den Aufträgen immer den Schellack durchtrocknen lassen!

Es wird nun Schellack in den Ballen gefüllt (ca.1-2 Esslöffel). Nun wird der Ballen gut ausgedrückt, sodass der Leinen des Ballens außen auch feucht wird. Ist er noch zu trocken, wird etwas Spiritus zugegeben. Nun wird der Ballen in kreisenden Bewegungen über die Fläche bewegt und dabei kräftig gedrückt.

Niemals anhalten! Es muss darauf geachtet werden, dass auch die Ränder genügend Material bekommen. Wenn die Fläche bearbeitet ist, wird der Ballen zur Seite hin aus der Fläche bewegt. Es ist nun sofort sichtbar, wie sich ein hauch dünner glänzender Film auf der Fläche bildet. Die gesamte Fläche wird nun mehrmals abgearbeitet, die Bewegungsrichtung dabei möglichst variiert.

Der Ballen sollte mit etwas Kraftanstrengung bewegt werden. Wenn er zukleben droht, ist etwas Spiritus hinzuzufügen. Setzt er keinen Widerstand entgegen, ist er entweder zu feucht oder zu trocken. Nach einiger Zeit ist eine gewisse Schichtdicke erreicht. Nun steigt das Risiko, dass der Ballen

kleben bleibt und die eben aufgebaute Fläche zerstört wird. Dieses Risiko vermindert man durch etwas Zugabe von unserem Polieröl! Dazu werden ein paar Tropfen auf den Ballen gegeben. Zu viel Öl kann die Haftung des Lackes stören. Um mehr Lack aufzutragen, wird nun nicht etwa immer

wieder Lack in den Ballen gegeben, sondern lediglich etwas Spiritus zugegeben. Dies kann auch von außen geschehen. Dadurch werden die Schichten immer dünner und können schneller trocknen. Durch die Bewegung und den Spiritus wird die Oberfläche immer glatter poliert und der

Glanz entsteht. Das Polieröl sorgt in dieser Phase allerdings noch für eine etwas schmierige Schicht, die den Glanz noch nicht so recht erkennen lässt. Dies soll uns hier aber nicht stören.

Das Öl wird erst im letzten Arbeitsgang (nach dem Austrocknen) ab poliert.

4. Das Trocknen / Auspolieren:

Schellack trocknet sehr langsam. Auch wenn der Lack sich trocken anfühlt, ist er noch sehr weich.

Wichtig ist, dass Sie den Schellack, nicht zu satt, in dünnen Schichten aufgetragen haben und zwischen den Arbeitsgängen die Schichten gut durchgetrocknet haben! Wir empfehlen, erst nach ca. 2-3 Wochen die Polierölreste mit einer Abziehpolitur zu entfernen!

Anwendungsbeispiele

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Klavier

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Radio

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Gitarre

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Geige